Bedroom-Pop als Erfolgsrezept

girl in red – dieser Name sollte man sich merken. Die 21-jährige Künstlerin aus Norwegen begeistert mit Ihrer Musik und unkonventionellen Art.
Die 21-jährige Marie Ulven Ringheim alias girl in red überzeugt Musikkritiker weltweit mit ihrer Musik und den dazugehörigen Texten. (Pressebild: Fabian Fjeldvik)

Sie wird als die norwegische Billie Eilish bezeichnet, klingt aber nicht ganz so düster und minimalistisch wie die US-Amerikanische Sängerin: Marie Ulven Ringheim, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen girl in red. Was 2015 mit einem geschenkten Mikrofon begann, entwickelte sich bis hin zu einer Platzierung auf der Shortlist «Best New Act in The World» der renommierten Musikzeitschift NME.

Aus dem Kinderzimmer in die Playlists

Mit 16 Jahren begann Marie ihre ersten Songs auf der Plattform SoundCloud zu veröffentlichen. Damals noch auf Norwegisch und unter einem anderen Pseudonym. Ein Jahr später generierte sie als girl in red mit der ersten Single «I wanna be your girlfriend» positive Resonanz auf einer norwegischen Musiknachrichtenseite. Die Journalisten erkannten ihr Potenzial und sie profitierte im Nachgang von einer ersten, grösseren Hörerschaft. Danach ging es steil aufwärts. 2018 erreichten ihre weiteren Singles millionenfach Klicks und Views im Netz. The New York Times betitelte die junge Künstlerin als «Phänomen». Ihr erster Award als «Norwegian Newcomer of the Year» holte sie sich Anfang 2019. Besonders spannend an der Geschichte: Marie erreichte all dies ohne ein grosses Majorlabel im Rücken.

Die Songs von girl in red gelten als «Bedroom pop» und «Bedroom recordings». So nennt man Songs, welche in den eigenen vier Wänden anstelle von grossen Studios produziert werden. Heutzutage – und vor allem in Zeiten von Corona – sollte man diese Art der Musikproduktion nicht unterschätzen. Marie produziert in ihrem Schlafzimmer Indie-Pop-Songs mit einem gewissen Einschlag im Dream-Pop. Ergänzt mit Lyrics, welche meistens die Themen Romantik und psychische Gesundheit behandeln, ist sie am Puls der Zeit. Durch ihre offen ausgelebte Homosexualität wird sie ausserdem zu einem Sprachrohr der LGBTQ-Community.

Vielversprechende Aussichten

Noch 2020 soll ihr Debütalbum «World in Red» erscheinen. «rue», die erste Single davon, landete Ende August auf den Streamingplattformen und steht seit zwei Wochen hier an der Spitze der Top 15.

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