Pfadfinderische Hasen-Dernière

Heute erscheint mit «Pfadfinder» das neue und letzte Album der Berner Mundartband Stiller Has. Ein Abgesang, der allerdings noch lange nachhallen wird.
Stiller Has 2020: Roman Wyss, Endo Anaconda, Bruno Dietrich und Boris Klečić. (Bild: Pressebild, Anouck van Oordt)

Endo Anaconda zieht mit dem zwölften und letzten Stiller-Has-Album «Pfadfinder» einen Schlussstrich unter sein langjähriges Bandprojekt. Das Album glänzt wie eh und je mit philosophischen Texten aus der Feder Anacondas. Wer denkt, nach über 30 Jahren sei vom stillen Has alles gesagt und gesungen worden, der liegt falsch. Die Songs, welche sich unter anderem mit dem Altern und den vergangenen Zeiten oder skurrilen Themen wie Krähen beschäftigen kommen in einem erfrischend neuen Musikarrangement daher.

Ode an das Heute beim Erinnern an die Vergangenheit

Zu den Perlen auf dem Album gehört «Früecher». In knapp vier Minuten begründet Endo Anaconda, dass das Sprichwort «Früher war alles besser» ein grober Trugschluss ist. Ja gar Hölle nennt er die Vergangenheit. Der Song ist eine gekonnte Kritik am damals mit einer gleichzeitig prüfenden Sicht auf das Hier und Jetzt.

«Früecher isch nöime angersch, es Läbe wie ir Höll»

Aus «Früecher» von Stiller Has

Der Abschied wird gehörig gefeiert

Bevor der stille Has endgültig zu Grabe getragen wird, geht er mit einer neuen Formation auf eine letzte, grosse Tour. Bis Ende 2021 wird er mit den drei Bandmitgliedern Roman Wyss, Bruno Dietrich und Boris Klečić die kleinen und grossen Bühnen der Schweiz bespielen.

Auch, wenn die musikalische Reise ist für Endo Anaconda bald zu Ende ist: Der begnadete Texter wird weiterhin sein Können unter Beweis stellen. Von der Bildfläche verschwindet der bald 65-Jährige noch lange nicht. Er wird sich beispielsweise als Kolumnist betätigen.

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